LEISTUNGSSPEKTRUM

STATIONÄRE LEISTUNGEN

 

  • Operative Eingriffe
  • Bei gutartigen Veränderungen organerhaltende und minimal-invasive Operationen
  • (klassische CO2-Laparoskopie und gaslose Laparoskopie)
  • Gebärmuttererhaltende Myomchirurgie
  • Operative Endometriosebehandlung
  • Urogynäkologie (Behebung von Senkungszuständen und Harninkontinenz)
  • Operative Diagnostik und Behebung von angeborenen Fehlbildungen
  • Bei bösartigen Veränderungen: gesamtes Spektrum der gynäkologischen Krebsoperationen laut Leitlinien der Fachgesellschaften
  • Kosmetisch-ästhetische Operationen im Brust- und Genitalbereich

AMBULANTE LEISTUNGEN

 

  • Krebsvorsorgeuntersuchungen
  • Untersuchung und Betreuung der Schwangeren
  • Sterilitätsdiagnostik
  • Alle aktuellen schulmedizinischen Untersuchungen in der Gynäkologie
  • Ambulante Operationen
  • Myombehandlung
  • Beratungen hinsichtlich Verhütungsmaßnahmen, Kinderwunsch, Impfungen
  • Kinder- und Jugendgynäkologie

INDIVIDUELLE GESUNDHEITSLEISTUNGEN (IGEL)

 

  • Erweiterte Krebsvorsorge - Vaginal- und Mammasonographie
  • Erweiterte Schwangerenvorsorge
  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen auf Wunsch
  • Laboruntersuchungen

 

Die wichtigsten Ergänzungsleistungen, die zu einem zeitgemäßen Vorsorgeprogramm gehören (keine dieser Leistungen ist fester Bestandteil der Vorsorgeprogramme der gesetzlichen Krankenkassen).

 

Liebe Patientin,

 

wir sehen unsere besondere Aufgabe darin, Ihnen Ihre Gesundheit als ein hohes Gut bewusst zu machen, und weil wir wollen dass Sie gesund bleiben, möchten wir Sie über Ihre Gesundheitsvorsorge informieren.

 

Gesundheitsvorsorge ist keine Frage des Alters!

 

So gibt es zum Beispiel eine Vorsorgevorlage für Schwangerschaft, Familienplanung und für die Krebsfrüherkennung als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie entsprechen jedoch längst nicht mehr dem heutigen medizinischen Wissensstand.

 

Das Krebsfrüherkennungs-Programm wurde z.B. 1971(!) letztmalig aktualisiert. Damals gab es zum Beispiel noch keine etablierte Ultraschalldiagnostik. Hier wird besonders deutlich, dass die Basisvorsorge als die alleinige Maßnahme nicht mehr zeitgemäß ist. Ähnliches gilt für die Schwangerschaftsvorsorge.

 

Trotz allem: Die Basisvorsorge ist sehr wichtig und sollte von jeder Frau regelmäßig wahrgenommen werden.

 

Unabhängig von der Leistungspflicht gesetzlicher Krankenkassen muss der behandelte Arzt Sie über die Veränderung und Verbesserung moderner Versorgungsmedizin aufklären. Damit ist sichergestellt, dass alle Patientinnen gleichermaßen sorgfältig informiert sind, ganz gleich, welcher Krankenversicherung sie angehören.

 

Wir haben die wichtigsten Ergänzungsleistungen, die zu einem zeitgemäßen Vorsorgeprogramm gehören sollen, auf einem Extrablatt zusammengestellt. Keine dieser Leistungen ist fester Bestandteil gesetzlicher Vorsorgeprogramme und kann entsprechend § 12 Absatz 1 SGB 5 nicht von gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden (Wirtschaftlichkeitsgebot).

 

Sollten Sie sich die genannten Leistungen zusätzlich zu der Basisuntersuchung wünschen, teilen Sie uns das bitte mit.

 

Falls Sie weitere Fragen zu der Vorsorge haben, sprechen Sie uns jederzeit an.

 

Dariusz Ciesla Ihr Frauenarzt

und das Team.

 

MyomSPrECHSTUNDE

 

Was sind Myome der Gebärmutter?

Myome sind gutartige Geschwülste, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Uterus) entstehen, dem sogenannten Myometrium. Sie wachsen sehr langsam in der Wand oder am Rand der Gebärmutter und bestehen aus Bindegewebe und glatter Muskulatur. Etwa jede zweite Frau zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr ist von Myomen betroffen. Die meisten Myome bleiben sehr klein und verursachen keine Beschwerden, somit sind sich viele Frauen nicht bewusst, dass sie Myome haben. Uterusmyome können jedoch auch eine beträchtliche Größe erreichen und im Falle eines starken Wachstums die Gebärmutter verformen und ihre Funktion beeinträchtigen. Die Ursache für die Entstehung von Myomen ist noch nicht genau geklärt, vieles deutet aber auf einen Zusammenhang mit Schwankungen des Hormonspiegels, unter anderem des Östrogens und des Progesterons, hin.

 

Welche Arten von Myomen gibt es?

Intramurale Myome liegen innerhalb der Gebärmutterwand und sind die am häufigsten

vorkommenden Myome. Subseröse Myome sind an der Außenwand des Uterus lokalisiert. Im Einzelfall können diese auch über einen dünnen Gefäßstiel mit dem Uterus verbunden sein. Dann nennt man sie gestielte subseröse Myome. Submuköse Myome befinden sich in der inneren Gebärmutterwand und wölben sich in die Gebärmutterhöhle vor. Dadurch verändern sie die Form und Größe der Gebärmutterhöhle. Auch submuköse Myome können gestielt sein.

Welche Symptome können durch Myome hervorgerufen werden?

In der Mehrzahl der Fälle verursachen Myome keinerlei Beschwerden und werden häufig als Zufallsbefund diagnostiziert, z. B. bei der Ultraschalluntersuchung.

 

Folgende Symptome sind möglich:

 

  • Störungen des Menstruationszyklus
  • Schmerzen bei der Regelblutung
  • Schmerzen und / oder Druckgefühl im Unterbauch und Beckenbereich
  • Sichtbare Größenzunahme des Bauches
  • Häufiges Wasserlassen und / oder Missempfindungen beim Wasserlassen
  • Verstopfung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schwierigkeiten schwanger zu werden
  • Schwangerschaftskomplikationen und/oder Fehlgeburten

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Welche Behandlungsoption die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Größe, Anzahl und Lokalisation der Myome

Schnelles Wachstum der Myome

Art, stärke und Häufigkeit der Beschwerden (Leidensdruck)

Alter der Frau, Familienplanung

 

Prinzipiell kann man zwischen konservativer (medikamentöser) und invasiver (chirurgischer und radiologischer) Behandlungsmöglichkeite unterscheiden. Bevor invasive Maßnahmen zum Einsatz kommen, könnte grundsätzlich erst die medikamentöse Therapie in Erwägung gezogen werden. Bei allen gebärmutter-erhaltenden Maßnahmen besteht die Möglichkeit, dass nach einigen Jahren Myome erneut auftreten und wieder Beschwerden verursachen können.

 

 

 

Medikamentöse Myom-Therapie

 

Medikamentöse Therapien haben den Vorteil, dass sie die Gebärmutter nicht operiert wird, sie greifen das Myom gezielt an, kontrollieren die Blutung und vermindern dessen Größe. Dies führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Schrumpfung des Myoms kann sich zusätzlich positiv auf eine anschließende, geplante Operation auswirken: so können Eingriffe schneller oder unter besseren Ausgangsbedingungen erfolgen.

 

Es gibt zwei zugelassene medikamentöse Therapiemöglichkeiten:

 

  • Die „Myom-Tablette“: Seit 2012 steht mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat 5 mg (UPA) eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit in Tablettenform zur Verfügung. Ulipristalacetat gehört zur Klasse der selektiven Progesteron-rezeptor-Modulatoren (SPRM) und wirkt, indem es den Rezeptor des körpereigenen Hormons Progesteron vorwiegend hemmt. Ulipristalacetat bewirkt in den allermeisten Fällen eine schnelle Blutungskontrolle bis hin zum Ausbleiben der Monatsblutung, sowie eine Schrumpfung vorhandener Myome. Dies führt zu einer anhaltenden Besserung der Myom-bedingten Beschwerden auch nach der Behandlung. UPA zeigt eine vergleichbare Wirkung bei allen Myom-Arten. Die Myom-Tablette ist zur Einnahme in jeweils 12-wöchigen Behandlungsintervallen zugelassen. Die Therapiezyklen können je nach Bedarf zeitlich oft wiederholt werden (Langzeittherapie). Zwischen den Behandlungs-intervallen sollte eine Therapiepause von mindestens einem Monat liegen. Es wird empfohlen, ggf. die Therapie mit zwei Behandlungsintervallen zu beginnen (12 Wochen Einnahme, 4 Wochen Pause, 12 Wochen erneute Einnahme.

  • Die „Wechseljahresspritze“: GnRH-Analoga (wie z. B. Leuprorelin, Goserelin, Buserelin oder Triptorelin) hemmen die Stimulation der Eierstöcke durch die Gehirnzentren. Die Eierstöcke bilden keine Östrogene mehr und dadurch ensteht effektiv eine Verminderung der Myom-Größe und der Blutungsstärke bis zum völligen Ausbleiben der Monatsblutung. Nach Absetzen der Medikation erreichen die Myome oft wieder ihre Ausgangsgröße. GnRH-Analoga werden als Einmonats-, Dreimonats- oder Sechsmonats-Depot als Spritzen verabreicht.

 

 

Operative organerhaltende Myom-Therapie

Bei der Myomentfernung (Myomenukleation) wird nur das Myom unter Erhalt der Gebärmutter entfernt. Bei einer eintretenden Schwangerschaft nach einer Myomenukleation muss mit den beteiligten Ärzten besprochen werden, ob eine Geburt auf natürlichem Wege oder per Kaiserschnitt statt findet. In 20 – 40 % der Fälle kann zu erneuter Myomentstehung kommen und diese kann eine erneute Operation nach sich ziehen. Ob eine Myomenukleation in Frage kommt, hängt von der Lage, Größe und Zahl der Myome sowie dem Therapieziel ab.

 

Eine Myomektomie kann auf folgenden Wegen durchgeführt werden:

 

  • Bauchschnitt (Laparotomie): Die Entfernung der Myome per Bauschnitt ist nur in seltenen Fällen und bei sehr großen oder mehreren Myomen notwendig. In fast allen Fällen können wir in unserer Klinik auf einen Bauchschnitt verzichten.

  • Bauchschnitt / Schlüsselloch-Technik (Laparoskopie): liegt das Myom in der Gebärmutterwand oder an der Außenseite, wird es durch einen minimal-invasiven Eingriff mittels Schlüssellochchirurgie entfernt. Durch kleine Schnitte im Nabel und im Unterbauch werden die Operationsinstrumente eingeführt und die Myome auf diesem Weg entfernt. Die entstehenden Wunden werden anschließend vernäht und hinterlassen kaum sichtbare Narben.

 

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie):

Liegt das Myom in der Gebärmutterhöhle, kann es per Gebärmutterspiegelung entfernt werden. Die Gebärmutter wird mit Flüssigkeit gefüllt und das Myom mittels einer Elektroschlinge durch die Scheide entfernt. Während dieser Eingriffe kommt es meist nur zu einem geringen Blutverlust sowie einer schnellen Erholung nach dem Eingriff.

 

Operative nicht-organerhaltende Methoden

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie): In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Gebärmutter oder einen Teil der Gebärmutter komplett zu entfernen. Bei solchem Eingriff sollte die Familienplanung abgeschlossen sein, da nach diesem Eingriff eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Diese Operation kann durch die Scheide  (vaginal) oder durch die Bauchdecke erfolgen. Eine offene Bauchoperation ist selten notwendig. Sie wird fast nur bei sehr großen Gebärmuttermyomen durchgeführt. Vorteil der Entfernung der Gebärmutter ist, dass die Patientin schnell symptomfrei ist, insbesondere die Blutungen beseitigt sind und keine Myome mehr wieder auftreten können.

 

Invasive radiologische Methoden zur Myom-Verkleinerung

  • Uterine Arterien-Embolisation: Bei der uterinen Arterien-Embolisation (UAE) werden die Blutgefäße verschlossen, die das Myom versorgen. Dazu werden über einen Katheter in der Leiste Kunststoffpartikel in die Gebärmutterarterien gespritzt und so ein künstlicher Infarkt (Verschluss) herbeigeführt. Durch die unterbrochene Blutzufuhr schrumpfen die Myome im Verlauf von Wochen bis Monaten. Vorteile der Methode sind die geringe Invasivität sowie der Erhalt des Uterus. Jedoch können erhebliche Schmerzen auftreten und Myome erneut wachsen. Eine mögliche Komplikation der UAE besteht in einer Schädigung der Eierstöcke mit Unfruchtbarkeit und vorzeitigen Wechseljahren. Die Familienplanung sollte zum Zeitpunkt der UAE abgeschlossen sein.

  • Fokussierter Ultraschall: Beim fokussierten Ultraschall, auch HIFU oder MRgFUS genannt, liegt die Patientin in einem Kernspintomografen, welcher mit Hilfe von Magnetfeldern dreidimensionale Aufnahmen des Myoms erzeugt. Mit hochenergetischem, gebündeltem Ultraschall werden die Myomzellen punktgenau auf ca. 60 bis 80 Grad Celsius erhitzt und zerstört. Anschließend werden sie innerhalb der folgenden Wochen und Monate über das körpereigene Immunsystem abgebaut. Dadurch können die Myome geschrumpft werden, wobei eine vollständige Rückbildung nicht zu erwarten ist. Die Dauer der Behandlung beträgt etwa drei Stunden. Die Therapie wird meistens ambulant durchgeführt.

 

Sollten Sie sich weitere kompetente Beratung bzw. Therapie wünschen, kontaktieren Sie uns in dem Sie einen Termin in unserer Myomsprechstunde vereinbaren.

 

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